Home Blog erstellt am: : 01/10/07 Zuletzt aktualisiert : / 14 veröffentlichte Einträge
 

Sinn & Zweck dieses Blogs  (Home) Verfasst: Montag, den 01. Oktober 2007 13:06

Willkommen auf unserem Blog!

Ich bin Sebastian, Musikproduzent und Toningenieur bei Sector3.music. Auch wenn ich diesen Blog nicht täglich aktualisieren kann, so versuche ich Euch doch die verschiedensten Tipps und Tricks rund um das Thema Tontechnik zu geben und zu helfen, wo ich helfen kann. Ausserdem könnt Ihr unter der Rubrik "Sector3.music aktuell" den grauen Alltag unseres Studios verfolgen. Folgende Inhalte findest Du ausserdem auf diesem Blog:

Tontechniktipps: 

Hier zeigen wir dir, wie du recht einfach zu einem professionellen Sound kommst.

Themen: Mikrofonierung - Aufnahme - Signalbearbeitung (EQ, Comp & Co.) - Hallräume und last but not least: das Mixmaster

Fragen & Antworten: 

Solltet Ihr Beratung vor dem Kauf von Equipment benötigen, habt Ihr Fragen zur Mikrofonierung oder generell zum Thema Tonstudiotechnik? Schickt mir diese an sebastian@sector3music.de und ich werde Euch so schnell es geht helfen.

Mixanalyse: 

Möchtet Ihr eine professionelle und neutrale Beurteilung von einem Mix, werde ich Euch eine umfassende und ausführliche Mixanalyse erstellen, bzw. Tipps geben, wie Ihr Euern Mix noch besser machen könnt. 

Sector3.music:

Ihr wollt Euch perfekt auf Eure Produktion bei Sector3.music vorbereiten oder habt Fragen, wie eine solche Produktion ungefähr ablaufen wird? All dies findet Ihr hier

 

Sebastian

www.sector3music.de

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Produktion bei Sector3.music - Intro  (Sector3.music) Verfasst: Montag, den 01. Oktober 2007 13:09

Ihr seid auf der Suche nach einem Tonstudio und habt Euch gerade unsere Website angeschaut.

Was erwartet Euch bei der Produktion? Wie bereitet Ihr Euch am Besten auf die Produktion vor? Und wie geht es nach der Produktion weiter?

All diese Fragen werden hier beantwortet.

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Vorbereitung  (Sector3.music) Verfasst: Montag, den 01. Oktober 2007 14:30

Hier könnt Ihr Euch ein Bild darüber machen, wie Ihr Euch am Besten für die Produktion bei Sector3.music vorbereitet:

Folgende Punkte sollte man im voraus abklären:

  • Welche Songs sollen aufgenommen werden
  • Wie soll die Aufnahme klingen (evtl. Muster-CDs für gewünschte Sounds mitbringen).
  • Welche Instrumente werden gespielt, welche Verstärker oder Amps sind vorhanden?
  • Wieviel Vorbereitungszeit braucht Ihr vor der Produktion?
  • Wieviel Zeit nach der Aufnahme braucht Sector3.music für Editing, Mix und/oder Mixmaster bis zur Erstellung der Master-CD?

Wenn Ihr Euch bei einem Vorgespräch mit uns unser Studio anschaut, beantworten sich diese Fragen in der Regel vor Ort. Jetzt kann ein Zeitplan für die Produktion aufgestellt werden!

 

Klar ist:

 Die einzelnen Songs müssen bei jedem Bandmitglied sitzen und das Arrangement sollte feststehen. Seid Ihr Euch mit dem Arrangement noch nicht 100%ig sicher, können wir z.B. anhand einer Vorproduktion im Proberaum prüfen, ob die Songs Euren und unseren Ansprüchen genügen oder ob wir sie noch umstellen und verändern. Gerne kommen wir bei Euch vorbei um die spätere Studioaufnahme gewissenhaft vorzubereiten.

 

Nebenbei:

Da Schlagzeug und Bass in der Regel die rythmischen Säulen der einzuspieleneden Songs sind, sollten diese durch regelmässigen Satzproben 120%ig aufeinander eingespielt sein. Der Song "groovt" einfach mehr, wenn Schlagzug und Bass klar auf Punkt spielen.

 

Instrumente:

Ein paar Tage vor Aufnahmetermin, müssen (!!!) neue Saiten aufgezogen und eingespielt werden (ganz neue Saiten sind nicht stimmstabil genug). Auch das Schlagzeug sollte wenn möglich neue Felle bekommen. Die Auswahl der Felle könnt Ihr gerne vorher mit uns absprechen. Die Fuss- und HiHatmaschine des Schlagzeugers müssen bei Bedarf geölt werden - eine quietschende Maschine macht sich nicht besonders gut im Mix. 

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Ablauf der Produktion  (Sector3.music) Verfasst: Mittwoch, den 03. Oktober 2007 08:29

Mit den folgenden Zeilen könnt Ihr Euch ein Bild darüber machen, wie üblicherweise eine Produktion bei Sector3.music abläuft:

 

Ankommen & Aufbauen

Nach Eurer Ankunft wird das Schlagzeug aufgebaut und die Mikrofonierung vorgenommen. Bei dieser Gelegenheit werden die Drums durchgestimmt. Sollte das Stimmen der Drums für Euch ein Problem sein, werden wir Eurem Drummer gerne dabei helfen.

Die Mikrofonierung & Stimmung des Sets dauert in der Regel zwei bis drei Stunden, da wir durch eine Probeaufnahme vor der eigentlichen Produktion prüfen, ob Stimmung und Mikrofonierung den gewünschten Sound erzielen. Änderungen können nur noch jetzt vorgenommen werden.

 

Einspielen:

Die "ganze" Band (Schlagzeug, Bass, Gitarre, LeadVocals) spielt die Songs zusammen live über Kopfhörer ein. Das mit ca. 10 Mikrofonen abgenommene Schlagzeug und der meist direkt eingespielte Bass werden dabei "scharf" aufgenommen. Diese Spuren bilden die Grundlage der Songs und müssen daher so perfekt wie möglich eingespielt sein.

Die Aufnahmen vom Gitarristen und Sänger dienen lediglich als "Guidespuren" und werden später nocheinmal eingespielt. Die Qualität der Guidespuren ist bei dieser ersten Aufnahme zweitrangig, aber dennoch so gut, dass ein perfekter Take direkt in die Produktion mit aufgenommen werden kann.

 

Overdubbing:

Jedes einzelne Instrument und die Vocals werden jetzt nacheinander im sogenannten "Overdub"-Verfahren aufgenommen und die Guidespuren mit den Hauptspuren überspielt.

Gitarrensoli, gedoppelte Gitarren, etc. werden durch die Spur-auf-Spur Aufnahme realisiert. In der Regel sollten zuerst die Instrumente und zuletzt der Gesang aufgenommen werden, damit sich das Feeling für den Sänger besser entwickeln kann. 

Bei der Aufnahme der Hauptspuren müsst Ihr als Band und ich als Toningenieur und Produzent um jedes noch so kleine Detail bemüht sein um den Sound so perfekt wie möglich aufs Band zu bringen.  Denn je besser das eingespielte Material ist, umso besser ist das letztendliche Mixmaster.

 

Editing / Premix:

Nach den Aufnahmen werden die einzelnen Spuren am Computer editiert. Kleine Temposchwankungen werden, so weit sie hörbar sind, durch Schneiden "auf Punkt gezogen" und kleine Fehler ausgebessert. 

Während dem Editing wird durch digitale Kompression & Pre-EQ-ing der Mix, bzw. das Mixmaster, vorbereitet.  Allgemeine Spurautomationen werden gelegt und spezielle Vorbereitungen, wie z.B. das De-essen der Vocals erledigt. Der Grundsound sollte jetzt stimmen.

 

Mix:

Die einzelnen Spuren werden in ein neues Arrangement eingefügt und gemischt. Zuerst werden die Lautstärkeverhältnisse (Mono) eingestellt und anschliessend muss für jeden Kanal die passende Equalizer- und Panoramaeinstellung gefunden werden, bis die einzelnen Instrumente und Vocals druckvoll und fett zu hören sind.

Achtung: Beim Mix neigen Musiker leicht dazu, ihre Instrumente deutlich und laut hören zu wollen. Die Kunst ist es aber, die einzelnen Instrumente und Vocals zu einem Song verschmelzen zu lassen. Daher ist es völlig normal, dass ein Instrument stellenweise im Hintergrund steht.

 

Effekte & Hall: 

Nach dem Grundmix werden die Effekteinstellungen vorgenommen (Delay, Chorus, etc.) um die Instrumente naturgetreu und voller im Mix darstellen zu können. Insofern mit wenig Raumanteil aufgenommen wurde, müssen nun die Hallräume erarbeitet werden. Dadurch rückt der Mix das erste Mal eng zusammen und verschmilzt zu einem fertigen Song.

 

Reinhören:

Wenn Ihr mit dem Mix zufrieden seid, erhaltet Ihr von uns eine CD mit dem Premix. Diesen solltet Ihr nun auf den Euch vertrauten Abhöranlagen (MP3-Player, Autoradio, etc.) anhören und in der Regel eine Woche lang verinnerlichen. Beim nächsten Studiotermin können dann noch wichtige Anpassungen am Sound oder den Lautstärken der einzelnen Spuren vorgenommen werden um ein optimales Ergebnis zu erhalten.

 

Mastering:

Solltet Ihr Euch für ein Mastering entscheiden, wird dieses, je nach Wunsch, digital oder vollanalog erledigt und dauert in der Regel maximal einen Tag. Es werden die einzelnen Lautstärken und Klangbilder der Songs durch Summenkompression, etc. untereinander angepasst und die fertige Master-CD angelegt.

Hierbei wird unter anderem auf das Timing geachtet: Wann beginnt ein Song, wann hört er auf und wann geht es mit dem nächsten Song weiter. CD-Text und Informationen für das Presswerk werden angelegt und später mit auf die Master-CD gebrannt.

 

Eure CD ist mit Abschluss des Masterings in der Regel zwei Wochen nach den Aufnahmen fertig für das Presswerk.

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Sector3.music schreibt Showmusik zu "KRÖMER - die internationale Show"  (Sector3.music aktuell) Verfasst: Donnerstag, den 01. Januar 2009 15:30


Eintrag aus 04/2007, nachgetragen am 01.01.2009

Für das neue Format "KRÖMER - die internationale Show" von und mit Kurt Krömer gewinnt Sector3.music die Ausschreibung um die Titel- und Showmusik zur Sendung.

Das Bandrecording:

An 4 Tagen nehmen wir Schlagzeug, Bass und Gitarre (inkl. Overdubbs) auf.

Das Schlagzeug, ein "Premier" von unserem Studiomusiker Martin Woron wird komplett "low-budget" mikrofoniert:

AKG D112 (BD), 2xSM57 (SN), 3xSennheiser e604 (RT, ST), 3xSennheiser e614 (OH, HH). Damit unser Drumset nicht zu "glatt" klingt, gibt es zusätzlich ein geliehenes SE-Z5600-A II für den Raumsound (Entfernung zum Drumset ca. 3m, Höhe ca. 2,5m), welches später über Logic 5.5.1 fett in 4:1 komprimiert wird.

Der Bass wird von unserem derzeitigen Studio-Gast-Bassisten Tom über unsere Radial JDI direkt in unser System gespielt. Als nützliches Tool erweist sich hier die Ampeg-Emulation von IK-Multimedia. Im Gegensatz zu Ihrer Schwester, Amplitube, klingt diese Emulation wirklich amtlich und überholt dabei mühelos Native Intruments "Guitar Rig" und dessen Bass-Sounds.

Die Gitarre (Amp: Fender Hot Rod Deluxe) wird von unserem Studiomusiker Frank Engelmann eingespielt und ganz unspektakulär mit einem SM57 mikrofoniert. Der Sound ist, auch wenn man dies im ersten Moment nicht glauben will, unglaublich warm und druckvoll.

Auf die bei uns angemischten Spuren wird in den TRIXX-Studios anschliessend ein Bechstein B-Flügel, mikrofoniert mit zwei uralten Gefell Mikrofonen, aufgenommen.

Sinfonieorchester:

Um, nachdem wir für die Aufnahmen keinerlei Sampler oder Synthis benutzt haben, auch weiter den "analogen" Charakter zu bewahren, verzichten wir auf unsere EXS24-Streicher (Vienna Symphonic Library) und kommen so in den Genuss mit dem Filmorchester Babelsberg zusammenarbeiten zu können.

Im alten Studio des Filmorchesters ( damals in Adlershof) wird so aus unserem "Jazzquartett" eine echte Showmusik.

Editing & Mischung:

Aus Mangel an Rechenleistung (wir arbeiten derzeit noch mit einem vorsintflutlichen PC-System) und analogem Outboard verzichten wir auf eine ins Detail gehende Mischung bei Sector3.music und setzen nur die wichtigsten EQs werden, bzw. erzeugen eine minimale Grundkompression (sofern notwendig).

Mastering / Surroundmischung:

Für das Mixmaster und die Surroundmischung (5.1) sind wir einen Tag in den TRIXX-Studios am Moritzplatz in Berlin zu Gast. Die manchmal übertrieben wirkende Sorgfalt in Songwriting, Mikrofonierung und Einspielung der Tracks macht sich nun mehr als bezahlt und das analoge Mixmastering setzt dem Ergebnis eine goldene Krone auf.

Vielen Dank an Klaus & sein Outboard.

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